Verstopfung kann hartnäckig sein und sollte frühzeitig und behutsam angegangen werden


Ein gestillter Säugling kann nur alle 10-14 Tage einen Stuhlgang haben; das kann normal sein. Wenn der Bauch jedoch sehr gebläht ist und das Kind Schmerzen zu haben scheint, muss geholfen werden.
Gerade beim Einführen von Beikost sind Phasen von Verstopfung nicht ungewöhnlich.
Bei Säuglingen kann man ein Glycerin-Suppositorium (Bulboid) geben, das in der Apotheke rezeptfrei erhältlich ist und meist gut und rasch hilft. Zu aggressiver Gebrauch von Einläufen, die es auch für das Kindesalter gibt, birgt die Gefahr, dass die Kinder traumatisiert werden.
Bei älteren Kindern mit hartnäckiger oder schmerzhafter Verstopfung (Obstipation) sollte eventuell mit einem Abführmittel begonnen werden: Macrogol ist ein Wirkstoff, der nur lokal im Darm wirkt, gut verträglich ist, keinen Gewöhnungseffekt besitzt und auch über längere Zeit angewendet werden darf. Für Anamnese, Untersuchung und Besprechung sollten die Eltern bei ihrer Kinderärztin vorstellig werden.
Viel trinken, ballaststoffreich und Trockenfrüchte essen ist zwar nicht verkehrt, hilft aber gemäss Studien nicht viel.