Mittelohrentzündungen im Kleinkindalter sind häufig und bedürfen vor allem guter Schmerztherapie


Wenn der Allgemeinzustand des Kindes schlecht ist, von aussen Sekret oder Blut am Ohr sichtbar ist oder wenn das Ohr ungewöhnlich absteht, konsultieren Sie Ihre Kinderärztin.
„Es fasst sich häufig ans Ohr“ ist kein gutes und sicheres Zeichen für Ohrenschmerzen. Wenn ein kleines Kind abends und nachts nach dem Hinlegen immer wieder weinend aufschreckt und nicht schlafen kann, dann ist eine Mittelohrentzündung typisch.
Nicht jede Mittelohrentzündung muss mit einem Antibiotikum behandelt werden; im Gegenteil, die meisten dieser Infektionen sind selbstlimitierend. Die antibiotische Therapie, die die Ausweitung des Infektes verhindern soll, kann Nebenwirkungen haben, verkürzt die Erkrankung nur unwesentlich und hilft auch nicht gegen die Schmerzen.
Mittelohrentzündungen können extrem schmerzhaft sein. Geben Sie grosszügig Schmerzmittel, am besten Ibuprofen.
Man kann als Hausmittel auch Zwiebelsäckchen ausprobieren: z.B. eine alte Socke mit aufgeschnittener Zwiebel füllen, auf das Ohr auflegen und mit einer Mütze fixieren; die Dämpfe wirken antientzündlich. Ohrentropfen werden heutzutage nicht mehr empfohlen.
Mit einer akuten Mittelohrentzündung darf das Kind keine Flugreise antreten.