August 26, 2026

Elternratgeber: Gastroenteritis (Magen-Darm-Infekt mit Erbrechen und/oder Durchfall)

je kleiner die Patient:in mit Magen-Darm-Infekt, desto grösser die Gefahr der Dehydratation (zu viel Flüssigkeitsverlust)

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Magen-Darm-Infekte, die man sich in unseren
Breitengraden zuzieht sind meist viral und selbstlimitierend. Es müssen
und können keine Medikamente gegen den Erreger gegeben werden.
Allerdings können Kinder und v.a. Säuglinge sehr viel Flüssigkeit in
Form von Erbrechen oder Durchfall verlieren, so dass sie immer schwächer
werden und eine Art Teufelskreislauf beginnt.

Im Kindesalter kann zuhause kein gut wirksames Medikament gegen
Erbrechen oder Durchfall gegeben werden. Gegen die Bauchschmerzen dürfen
Sie Paracetamol (über den Mund oder als Zäpfchen) geben. Seien Sie
vorsichtig mit Ibuprofen, wenn das Kind wenig Flüssigkeit behalten
konnte, da das Medikament über die Niere verstoffwechselt wird.

Hat Ihr Kind einige wenige Male erbrochen oder wässrige und stinkende
Durchfälle gehabt, dann bieten Sie ihm Getränke wie z.B. gesüssten Tee
oder Wasser an. Säuglinge dürfen auch Milch erhalten, insbesondere
Muttermilch ist eine gute Wahl. Essen ist im akuten Stadium nicht
wichtig.

Hat das Kind schon viele Male erbrochen, dann bieten Sie ihm nur sehr
langsam Flüssigkeiten an. Am besten eine Rehydratationslösung
(Salz-Zucker-Lösung), die in der Apotheke erhältlich ist und Ihrem Kind
genau das zurückgibt, was es nun braucht. Langsames Anbieten bedeutet:
ein Teelöffel pro Minute. Kühlschrankkalt anbieten ist häufig ein guter
Tipp. Nach nochmaligem Erbrechen kurze Pause und dann wieder langsam
weiter. Sind die Durchfälle blutig, will oder kann das Kind gar nichts
mehr zu sich nehmen und wehrt es Getränke ab, hat es kaum mehr feuchte
Windeln in den letzten Stunden gehabt, keine Tränen mehr beim Weinen,
erbricht es grün oder sind die Bauchschmerzen zu schlimm, dann sollten
Sie Ihr Kind kinderärztlich vorstellen.

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