August 26, 2026

Elternratgeber: Husten

viele Hustensirups haben keine nachweisbare Wirkung und sollten nicht gegeben werden

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Hustensirup wirkt häufig nur schlecht, gemäss Studienlage (es gibt grosse Untersuchungen) gar nicht. Kinder, die älter als ein Jahr alt sind, können vor dem Schlafengehen einen Teelöffel Honig einnehmen; Honig enthält sogenannte Inhibine, die die Hustenrezeptoren im Rachen hemmen. Die Inhibine werden durch Erhitzen zerstört; daher also keine heisse Milch mit Honig. Studien geben Hinweise darauf, dass bei Kindern Honig noch am besten gegen den Husten geholfen hat.

Kinder sollten gut trinken, so dass der Schleim, der abgehustet werden muss, schön dünnflüssig wird. Es empfiehlt sich gute Nasenpflege mit Meersalzwasser-Nasenspray, zudem ein gut durchlüfteter Raum für den Nachtschlaf, der Oberkörper etwas erhöht. Sind Sie auch grosszügig mit Schmerstillern; trockener Husten macht weh. Ein Glas kaltes Wasser kann ebenso helfen, einen Hustenanfall zu unterbrechen. Als Hausmittel kann auch eine aufgeschnittene Zwiebel neben das Bett gelegt werden: die Dämpfe beruhigen.

Wenn das Kind schnell und schwer atmet oder eine pfeifende Atmung hat, empfehlen wir eine kinderärztliche Kontrolle.

Eine besondere und unverkennbare Art des Hustens ist der sogenannte Pseudo-Krupp: die Kinder machen ein typisches heiseres Geräusch beim Einatmen. Der Beginn ist meist in den frühen Morgenstunden aus am Vortag noch völliger Gesundheit heraus.

Der Pseudo-Krupp ist eine häufig selbstlimitierende virale Erkrankung.

Die Kinder erwachen und haben Atemnot. Wichtig ist, sich zunächst selbst zu beruhigen, um dem ängstlichen Kind seine Angst zu nehmen. Setzen Sie sich ans offene Fenster mit dem Kind auf dem Schoss, damit es die kühle Luft ruhig einatmet. Oder lassen Sie die Dusche mit heissem Wasser laufen, setzen Sie sich daneben und inhalieren so mit Ihrem Kind.

Geben Sie Ibuprofen (Algifor), das antientzündlich ist, abschwillt und die Schmerzen beim Husten nimmt. Versuchen Sie, kaltes Wasser zu trinken zu geben.

Es gibt auf ärztliche Verschreibung Kortison-Produkte, die jedoch erst nach 1-2 Stunden wirken.

Wenn die Atemnot fortbesteht, müssen Sie mit Ihrem Kind auf einer Notfallstation vorstellig werden. In sehr bedrohlichen Fällen rufen Sie die Ambulanz.

Hat Ihr Kind sehr hohes Fieber und wirkt so krank, wie noch nie, dann sollten Sie, v.a. wenn der Impfstatus unvollständig ist, umgehend eine kinderärztliche Notfallstation aufsuchen.

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